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Nachricht vom: 18.03.2010
Neues Buch über Saatgut und den Kampf gegen die mächtigen Agrarkonzerne
Vor etwa 10.000 Jahren begann das älteste Open-Source-Projekt der Menschheit. Samen von Wildpflanzen wurden gesammelt, vermehrt und getauscht; Kulturpflanzen wurden gezüchtet und verbreitet. Das Ergebnis ist ein Reichtum an Sorten, der zum bedeutendsten kulturellen Erbe der Menschheit gehört und Grundlage für das Überleben künftiger Generationen bildet. Heute ist das Saatgut die letzte Bastion im Kampf der Agrarkonzerne um die globale Kommerzialisierung lebensnotwendiger Güter. Ein parasitäres System etabliert sich, das ohne eigene Wirtschaftsleistung Profite von riesigen Ausmaßen abschöpft und in seiner Gier selbst vor den Ärmsten der Armen nicht Halt macht.
In „Bedrohte Saat“ berichten nun sieben Autoren über die brutalen Methoden der Konzerne, die durch wirtschaftlichen Druck und politische Einflussnahme versuchen, die Kontrolle über das Saatgut zu erlangen. Sie nutzen neue Technologien und profitieren von rechtlichen Fehlentwicklungen. Die Autorinnen und Autoren verdeutlichen die globalen Probleme aus politisch-ökonomischer, sozialer, kulturhistorischer und ernährungswissenschaftlicher Sicht und schildern ihre Erfahrungen in Saatgutzucht und Entwicklungshilfe.
Das Vorwort stammt von Oliver Willing, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Das Buch ist für 14 € im Buchhandel oder direkt beim Pforte Verlag erhältlich.

