Geschäftsbericht 2008

Zuwendungen 2008
Zuwendungen 2008

Im vergangenen Jahr haben uns über 4.000 Schenkerinnen und Schenker ihr Vertrauen geschenkt und uns damit ermöglicht, über 470 Projekte mit insgesamt ca. 6,3 Mio. Euro  zu fördern. Dazu zählen auch 84.000 Euro, deren Zuwendung in 2008 beschlossen wurde, deren Auszahlung jedoch nach Projektfortschritt in Folgejahren erfolgt.

Neben der Förderung von Projekten Dritter haben wir auch eigene Projekte durchgeführt und Projektpartner beraten. Besonders zu erwähnen ist die Durchführung des Kongresses Planet Diversity durch die Zukunftsstiftung Landwirtschaft, die auch den Ausgabenanstieg im Förderbereich ideelle Tätigkeit erklärt.

Aufwands- und Ertragsrechnung 2008
Aufwands- und Ertragsrechnung 2008

Prinzipien der GLS Treuhand bewähren sich in der Krise

Die Finanzkrise hat, anders als bei anderen Stiftungen, bei uns nicht zu größeren Verlusten geführt. Die ethisch-ökologische Geldanlage hat sich bewährt: Bankguthaben, Termingelder und Sparbriefe machen etwa 28% unserer Vermögensanlage aus. Diese sind zu 99% bei der GLS Bank angelegt. Auch das Spendenvolumen, einschließlich der Nachlässe und Vermächtnisse, war 2008 von der beginnenden Wirtschaftskrise kaum betroffen und blieb vergleichbar mit 2007.

Die im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Zustiftungen resultieren nicht aus einer nachlassenden Bereitschaft zu stiften, sondern aus unregelmäßig eingehenden, großen Einzelschenkungen. Ein weiterer Teil unserer Einnahmen, die Nettoerträge aus der Vermögensverwaltung, die sich aus dem Saldo der Erträge der Vermögensverwaltung abzüglich der dafür aufgewendeten Kosten ergeben, hat sich positiv entwickelt. Die sonstigen Erträge wurden durch Veräußerungen von Grundstücken und anderen Vermögenswerten, wie Mitgliedsbeiträgen und außerordentlichen Erträgen, erwirtschaftet. Schließlich haben wir für weitere Erträge Vermögen aufgelöst. Letztere Summe haben wir den Rücklagen aus freiem Vermögen entnommen, um damit Projekte zu fördern. Um diese Zahl vermindert sich die Bilanzposition „Rücklagen aus freiem Vermögen“.


Bilanz 2008
Bilanz 2008

Unsere Bilanz

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Auf der Aktivseite finden Sie, wie wir unser Vermögen angelegt haben, auf der Passivseite die Bindung des Vermögens.

Auf der Aktivseite finden Sie neben den Bankguthaben auch Forderungen. Dazu gehören zum Beispiel Zinsforderungen aus Darlehen und Beteiligungen. Bei den Darlehen unterscheiden wir verzinsliche und zinslose Darlehen. Die verzinslichen Darlehen, die teilweise gemeinsam mit der GLS Bank vergeben werden, machen knapp 20% unserer Vermögensanlage aus. Etwa 5% unseres Vermögens haben wir als zinslose Darlehen an gemeinnützige Träger vergeben. Wir verstehen diese Darlehen als Projektförderungen.

Weiteres Vermögen ist in Wertpapieren angelegt, die 16% unseres Vermögens ausmachen. Davon sind ca. 90% festverzinsliche Anleihen und nur 3% Aktien; weitere ca. 7% sind verschiedene Werte, z. B. Fondsanteile. Der Anstieg des Wertpapieranteils beruht auf der Umschichtung von Bankguthaben.  in festverzinsliche Anleihen. Ca. 24% unserer Vermögensanlage bestehen aus Beteiligungen an der GLS Bank bzw. Beteiligungsangeboten der GLS Bank (Weleda AG, Energiewerke Schönau, Windkraftanlagen, etc.). 6% unseres Vermögens sind in Grundstücken und Gebäuden angelegt. 28% unseres Vermögens machen Bankguthaben aus. Schließlich finden sich auf der Aktivseite Zuwendungen, die zurückgefordert werden können, wenn der Zuwendungszweck entfällt, das heißt, wenn sich der gemeinnützige Träger auflöst oder die Gemeinnützigkeit verliert.  

Die Passivseite enthält Nachlässe, aus denen wir noch Zahlungsverpflichtungen haben, uns gewährte Darlehen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Bei den Rückstellungen und Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für bereits zugesagte Förderungen in Folgejahren.

Unter Schenkungen mit Zweckbindung sind Schenkungen mit Auflagen bzw. bedingte Schenkungen für unterschiedliche Zwecke zu verstehen. Dies kann die Förderung eines bestimmten Empfängers bzw. bestimmter Förderbereiche betreffen wie auch den Zeitraum, in dem die Mittel zugewendet werden sollen. Im Gegensatz dazu sind die Rücklagen aus freiem Vermögen freie Rücklagen ohne Zweckbindung.

Schließlich sind unter der Sicherheitenstellung zu Gunsten gemeinnütziger Organisationen Bürgschaften und Verpfändungen zu verstehen, mit denen wir Kredite gemeinnütziger Einrichtungen absichern.  Inwiefern die Spendenbereitschaft im laufenden Jahr aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage zurückgehen wird, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Das gesunkene Zinsniveau wird die Erträge aus der Vermögensverwaltung belasten, aufgrund vieler langfristiger Anlagen jedoch nur in begrenztem Ausmaß.


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