25 Jahre medica mondiale

Filmhinweis: Monika Hauser - ein Portrait

Sexualisierte Gewalt in allen Ausprägungen geschehen überall auf der Welt und sind allgegenwärtig. Seit der #metoo-Debatte ist das Thema von versteckter oder offener sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen ebenso in den reichen wie in den westlichen Ländern auf der öffentlichen Agenda.

Eine Frau, die sich seit fast 25 Jahren dem Kampf gegen schlimmste Arten sexualisierter Gewalt in Kriegs- und Krisengebieten verschrieben hat und damit größten Mut beweist, ist Dr. Monika Hauser. Sowohl über sie, als auch über ihre bedeutende Frauenrechtsarbeit haben die Regisseurinnen Evi Oberkofler und Edith Eisenstecken nun einen Dokumentarfilm gedreht, der ab dem 3. Mai im Kino zu sehen ist.

In dem 90-minütigen Portraitfilm begleiten die beiden Filmemacherinnen Monika Hauser auf ihren Reisen und bei Begegnungen mit ehemaligen Mitarbeiter*innen im Ausland. Sie erzählen den Werdegang der promovierten Gynäkologin, ihre Motivation und decken dabei Strukturen auf, die Gewalt gegenüber Frauen erst möglich machen.

Hier gelangen Sie zum Filmtrailer.

Zur Person Monika Hauser

Bereits seit 1993 setzt sich die gebürtige Schweizerin Monika Hauser für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen und ihre gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen ein. Für diese Aufgabe gründete sie die feministische Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale mit Sitz in Köln. Seitdem leistet medica mondiale in Kriegs- und Krisengebieten wie Uganda, Kosovo, Afghanistan oder auch Liberia sowohl medizinische, als auch psychologische und juristische Hilfe. Für ihre Arbeit wurde Monika Hauser zahlreich ausgezeichnet, unter anderem 2008 mit dem renommierten Right Livelihood Award, dem sog „Alternativen Nobelpreis“. 2018 feiert medica mondiale sein 25-jähriges Jubiläum. Dazu gratuliert die GLS Treuhand sehr herzlich.

Über Monika Hauser, den Alternativen Nobelpreis und die GLS Treuhand

Die GLS Treuhand ist mit Monika Hauser und medica mondiale seit vielen Jahren eng verbunden; ebenso mit der schwedischen Right Livelihood Stiftung, die den „Alternativen Nobelpreis“ seit 1980 jedes Jahr an Menschen vergibt, die sich aktiv für die Überwindung dringender globaler Probleme einsetzen. Beide sind auf Spendengelder angewiesen, um ihre Projekte zu finanzieren. 2014 gründete medica mondiale dafür einen Stiftungsfonds unter dem Dach der GLS Treuhand.

2015 war Frau Dr. Monika Hauser persönlich in der GLS zu Gast, in der sie eindrucksvoll über ihre bewegende Arbeit, der Wissenschaft und Forschung im Hinblick auf die Entstehung und Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten berichtete.