Die GLS Treuhand auf dem Campfire Festival für Journalismus und digitale Zukunft

Das Campfire Festival für Journalismus und digitale Zukunft findet von Freitag, 31. August, bis Sonntag, 2. September in Düsseldorf vor den Landtag statt. Es gilt als eine der größten Freiluft-Veranstaltungen rund um die Zukunftsfragen der Medienentwicklung. Auch die GLS Treuhand fördert im Rahmen des Bereichs „Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ aktiv gemeinnützige Projekte des Qualitätsjournalismus. Denn Demokratie lebt von Öffentlichkeit und vom Zugang von Bürger*innen zu Informationen. Aus diesem Grund ist die GLS Treuhand gleich zweimal auf der dreitägigen Veranstaltung vertreten.

Die gemeinsame Podiumsdiskussion von der „Offenen Gesellschaft“ und GLS Treuhand setzt sich kritisch mit dem Thema „Medien zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und Finanznot“ auseinander.

Im Nachhaltigkeits-Zelt der GLS Bank und GLS Treuhand gibt es an allen drei Tagen spannende Initiativen, Projekte und Diskussionen, zu denen wir herzliche einladen.


Samstag, 1. September, 18 Uhr im CORRECTIV-Zelt

Podiumsdiskussion „Medien zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und Finanznot“

Qualitätsjournalismus ist ein unersetzlicher Eckpfeiler für eine aktive Demokratie und starke Zivilgesellschaft. Insbesondere in Zeiten von Populismus und neuen gesellschaftlichen Fliehkräften ist der Journalismus Dialogbereiter und Aufklärer. Doch er sieht sich neuen Herausforderungen gegenüber: Schwierigkeiten in der Finanzierung und das Wegbrechen klassischer Bezahlmodelle sind die eine Seite. Aber auch das journalistische Selbstverständnis wird hinterfragt. Der Vorwurf ein Sprachrohr einer vorherrschenden (Regierungs-) Meinung zu sein, bricht sich Bahn mit Begriffen wie „Systemmedien“ und „Lügenpresse“.

Auf dem gemeinsamen Podium von der Offenen Gesellschaft und der GLS Treuhand diskutieren die Gäste, warum Medien mehr denn je für die Zivilgesellschaft wichtig sind und welche neuen Formate es schon gibt oder dringend gebraucht werden. Dabei gehen Dr. Hermann Falk, Tabea Grzeszyk, Stephanie Reuter und Andre Wilkens kritisch der Frage nach, wie neue Formen des Journalismus finanziert werden können. Vom klassischen Bezahlmodell, über Abgaben der großen Netzplayer wie Google und Facebook, eine Europafunk-Plattform, bis hin zur Förderung durch Stiftungen und gemeinnützige Organisationen. Zur Veranstaltung

Die Referenten

Dr. Hermann Falk, Vorstand der GLS Treuhand e.V.
Seit dem 1. März 2017 ist Hermann Falk Vorstand der GLS Treuhand, seit 28. Februar 2018 dort auch Syndicusanwalt. Von Februar 2013 bis November 2016 war er Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin, der als Dachverband die Wirtschaftsbranche vertritt. 

Tabea Grzeszyk, Mitgründerin von hostwriter.org
Tabea Grzeszyk ist freie Journalistin und Mitgründerin von hostwriter.org, einem gemeinnützigen Netzwerk für grenzüberschreitenden Journalismus. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaft volontierte sie an der EMS-Schule für Elektronische Medien in Potsdam-Babelsberg (Online, Radio, TV). Sie ist als Buchkritikerin und Feature-Autorin für Deutschlandfunk Kultur tätig und war Lehrbeauftragte für „International Journalism“ an der Hochschule Hannover.     

Stephanie Reuter, Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung
Stephanie Reuter ist seit 2011 Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung. Zuvor leitete die studierte Journalistin (Diplom) und Kulturmanagerin (Master) die Geschäftsstelle des Instituts für Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Stephanie Reuter ist zudem Mitglied in der Lenkungsgruppe des Expertenkreises "Stiftungen und Qualitätsjournalismus“. Dort setzt sie sich dafür ein, dass sich mehr deutsche Stiftungen im journalistischen Feld engagieren.   

Andre Wilken, Mitbegründer und geschäftsführender Vorstand der Initiative „Die offene Gesellschaft"
Andre Wilkens ist studierter Politikwissenschaftler hat viele Jahre in Brüssel, London, Turin und Genf gelebt und dort für die EU, Stiftungen und die UNO gearbeitet. Er ist Mitbegründer und geschäftsführender Vorstand der Initiative „Die offene Gesellschaft“. Andre ist Autor der Bücher „Analog ist das neue Bio“ und „Der diskrete Charme der Bürokratie. Gute Nachrichten aus Europa“ (S.Fischer Verlag)


Freitag, 31. August, bis Sonntag, 2. September

Das GLS Nachhaltigkeits-Zelt

Im gemeinsamen Nachhaltigkeits-Zelt der GLS Bank und der GLS Treuhand gibt es an allen drei Tagen spannende Themen und Initiativen zu entdecken. Ob Klimawandel, alternative Medienprojekte, kreative Diskussionsformate, Erfahrungsberichte über Journalismus in autoritären Systemen oder frische Gedanken einer neuen Ökonomie: All das stellen zahlreiche Organisationen wie Riffreporter, Köln spricht, bodo, Germanwatch oder das Deutsch Türkische Journal im GLS Nachhaltigkeits-Zelt vor. Dabei ist keine Anmeldung erforderlich, es reicht einfach vorbeizukommen, mitzudiskutieren oder sich von den vielen Ideen inspirieren zu lassen. Wer einfach nur die GLS Treuhand und die GLS Bank kennenlernen möchte: Auch das ist natürlich zu jeder Zeit an unserem Stand am Zelt möglich. Wir freuen uns auf Sie!

 Zum Programm im GLS Nachhaltigkeits-Zelt
Standort GLS-Nachhaltigkeit-Zelt