Haleakala-Stiftung unterstützt Kinostart

Menschen von Fukushima – über den Umgang mit einer Katastrophe


Vor etwa sieben Jahren geschah die Atom-Katastrophe von Fukushima. Nachrichten und Zeitungen brachten nahezu stündlich neue schockierende Bilder aus der Unglücksregion. Ein neuer Kinofilm nähert sich der Thematik von einer anderen Seite und verzichtet dabei ganz bewusst auf Schockfotos. Im neuen Kinofilm „Furusato – Wunder Heimat“ stellt Regisseur Thorsten Trimpop stattdessen die Menschen in den Vordergrund, deren Leben von einem Moment auf den anderen die Zukunft genommen wurde.
Die Zuschauer erleben, wie die Bewohnerinnen und Bewohner der Großstadt Fukushima einen Umgang mit den Folgen der Katastrophe finden, und zumeist ohne staatliche Unterstützung eine Entscheidung zwischen Heimat und Existenzgrundlage auf der einen und Gesundheit und Zukunft auf der anderen Seite treffen müssen.

Warum das in Japan besonders schwerfällt, erklärt sich aus dem kulturellen Hintergrund heraus – In Japan hat Heimat eine tiefe Bedeutung. Die Landschaft, in die man geboren wird, trägt der Mensch ein Leben lang in sich. So fühlen sich die verbliebenen Bewohner der Gegend um Fukushima verantwortlich – für ihre Heimat, die Aufrechterhaltung ihrer Traditionen, ihre Mitmenschen oder Tiere. Menschen wie der Aktivist Bansho, die junge Pferdezüchterin Miwa oder die ältere Frau Noda – sie alle bleiben in der Heimat, mit zum Teil bereits spürbaren Folgen für ihre Gesundheit. Wobei nicht alle von ihnen diese Entscheidung freiwillig treffen. Der Film führt in berührender und beunruhigender Weise vor Augen, wie hilflos man einem Atom-Unfall gegenüber steht.

Der Kinostart wird durch die Haleakala-Stiftung unterstützt. Die Stiftung fördert Menschen und Initiativen, die daran mitwirken, die Welt für Mensch und Natur zukunftsfähiger zu gestalten. Sie wird von der GLS Treuhand treuhänderisch verwaltet. 

Weitere Informationen und Hintergründe zum Film sowie Vorstellungstermine finden Sie hier.