Vermögensanlage für Stiftungen

Stiftungsgeld gemeinschaftlich anlegen mit GLS TREUGEA

Mit einer 100% wirkungsorientierten Vermögensanlage die sozial- ökologische Wirkung von Stiftungsgeldern verdoppeln – genau das bietet die GLS Treuhand ihren Stifter*innen seit über 50 Jahren. Um diese doppelte Wirkung der Vermögensanlage auch in Hinblick auf das andauernde Niedrigzinsniveau gut für die Zukunft aufzustellen, hat die GLS Treuhand ihre Vermögensanlage neu ausgerichtet: Seit 01.01.2018 können alle interessierten Stifter*innen an der gemeinschaftlichen Vermögensanlage GLS TREUGEA teilnehmen und 12 von 18 treuhänderisch verwalteten Stiftungen mit einem Gesamtvolumen von ungefähr 80 Millionen EUR haben sich bereits zu einer Teilnahme entschlossen. GLS TREUGEA steht für TREUhänderisch GEmeinschaftlich Anlegen und bedeutet, dass allen Stiftungen die Möglichkeit offensteht, ihr jeweiliges Stiftungsvermögen gemeinschaftlich mit anderen Stiftungen anzulegen.

Dieses neue Angebot in der Vermögensanlage ist vor allen Dingen von der Idee des solidarischen Zusammenhaltes von kleinen und großen Stiftungsvermögen geprägt. Indem die Stiftungsgelder gemeinschaftlich angelegt werden kann – neben der doppelten Wirkung – auch eine bessere Risikoverteilung in der Vermögensanlage gewährleistet werden, unabhängig von der Größe der einzelnen Stiftung. Darüber hinaus können so auch kleine Stiftungen an attraktiven Vermögensanlagen partizipieren, die ihnen ansonsten von Mindestvolumina nicht zugänglich wären.

Doch wie genau funktioniert GLS TREUGEA?

GLS TREUGEA wurde inspiriert durch das Modell der Dachstiftung für individuelles Schenken, in der eine gemeinschaftliche Vermögensanlage aller Stiftungsfonds bereits seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert wird. Das Prinzip ist simpel:

Alle teilnehmenden Stiftungen bringen ihr Stiftungsvermögen in GLS TREUGEA ein. Anstatt für einzelne Stiftungsvermögen verschiedener Größenordnungen nun geeignete Anlagen zu suchen, werden alle Vermögensanlagen aus dem GLS TREUGEA Topf heraus getätigt. Der sich daraus ergebende Ertrag wird prozentual an alle teilnehmenden Stiftungen verteilt. Konkret sieht das dann wie folgt aus. Der GLS TREUGEA Topf ist (zum Beispiel) 80 Mio. EUR groß. Stiftung A gehören davon 8 Mio. EUR (10%), Stiftung B 4 Mio. EUR (5%). Die 80 Mio. EUR werden nun in verschiedenste Vermögensanlagen investiert so dass am Ende des Jahres eine Summe x an Erträgen erwirtschaftet wurde. Der erwirtschaftete Ertrag geht dann zu 10% an Stiftung A und zu 5 % an Stiftung B und so weiter.

Die Vorteile sind vielfältig:

  • Auch für kleinere Stiftungsvermögen kann immer eine ausgewogene Risikodiversifikation gewährleistet werden
  • Sowohl der Effekt einer besonders guten, als auch der Effekt einer besonders schlecht laufenden Vermögensanlage wird auf viele Stiftungen verteilt. So führt auch ein worst case Scenario (der Ausfall einer kompletten Vermögensanlage) nicht zu einer Verkleinerung des Vermögens einer Stiftung, sondern mindert lediglich für alle ein wenig den Ertrag (siehe nachfolgendes Bild):

Vorher:

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachher:

 

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  • Durch das hohe Volumen kann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen kurz- und langfristigen Vermögensanlagen gewährleistet werden. Kurzfristige, nicht eingeplante Zuwendungen einzelner Stiftungen sind so bis zu einer gewissen Größe unproblematisch umsetzbar.
  • Interessen- und Allokationskonflikte werden ausgeschlossen. Das bedeutet, dass nun nicht mehr überlegt werden muss, welche Stiftung eine vermeintlich besonders gute Vermögensanlage in ihr Portfolio bekommt. Stattdessen können alle Stiftungen in GLS TREUGEA davon profitieren.
  • Die sozial- ökologische Wirkung kann weiter ausgebaut werden. Zum einen durch größere mögliche Investitionsvolumina, zum anderen aber auch dadurch, dass auch in junge Sozialunternehmen investiert werden kann ohne dabei zu hohe Risiken einzugehen.