Alternative Nobelpreis an vier Preisträger*innen vergeben

Greta Thunberg wird für Klima-Engagement ausgezeichnet

Menschen mit herausragenden Ideen für eine gerechte, friedvolle und nachhaltige Zukunft zu unterstützen und dauerhaft zu begleiten – dieser Aufgabe hat sich die schwedische Right Livelihood Foundation gewidmet. Mit dem weltweit bekannten und jährlich vergebenen „Alternativen Nobelpreis“ oder internationaler dem „Right Livelihood Award“, ehrt sie jährlich mutige Menschen und Organisationen, die visionäre Lösungen für die Ursachen globaler Probleme anbieten.


Engagement fürs Klima
Nun hat die schwedische Klimaaktivistin und Begründerin der weltweiten Fridays for Future Bewegung, Greta Thunberg, neben drei weiteren Preisträgerinnen die Auszeichnung erhalten. "Mit Greta Thunberg ehren wir eine der einflussreichsten Vertreterinnen der Zivilgesellschaft weltweit und weisen gleichzeitig auf die Kraft eines jeden Menschen hin, politisch etwas zu verändern", sagt Ole von Uexküll, Direktor der Stiftung, zur Entscheidung.

Erst vor kurzem veröffentlichte Greta Thunberg mit dem Autor und Aktivisten George Monbiot den Kurzfilm #NatureNow. Darin definiert sie drei zentrale Mittel für den Klimaschutz: „schützen, wiederherstellen und finanzieren“. (Siehe unten)

Drei weitere mutige Menschen ausgezeichnet
Die anderen Preisträger*innen waren

  • Davi Kopenawa, Sprecher der Yanomami, einem indigenen Volk in Brasilien. Er setzt sich seit Jahren für den Umweltschutz ein.
  • Aminatou Haidar, die sich seit über 30 Jahren als Menschenrechtsaktivistin für die Unabhängigkeit ihres Heimatlandes ein. Sie gehört den indigenen Volk Sahrauis in der Westsahara an.
  • Die chinesische Frauenrechtsanwältin Guo Jianmei. Sie setzt sich in China für die Rechte der Frauen ein und verschaffte Tausenden von benachteiligten Frauen Zugang zur Justiz.

Förderfonds bei der GLS Treuhand
Die Right Livelihood Foundation wurde 1980 gegründet und hat ihren Sitz in Stockholm. Der zugehörige „Right Livelihood Award Förderfonds“ wurde unter der Dachstiftung für individuelles Schenken aufgelegt. Der Fonds ist ein Gefäß für Spenden und Zuwendungen von Förder*innen aus Deutschland, die besonders zur Sicherung des internationalen Preises beitragen. 

Mehr zu den Preisträgerinnen und den Begründungen auf der Webseite der Right Livelihood Foundation

Im aktuellen Jahresbericht der GLS Treuhand berichten wir über den Alternativen Nobelpreis und die Stiftung (ab Seite 72)

Foto/Grafik: Anna Albert/Right Livelihood Foundation